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Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR:Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Jeremia 29,11

Die Corona-Krise hat unser Leben verändert – auch das kirchliche. Die Einschränkung von Kontakten trifft uns im Kern.

 

Denn Gemeinschaft und Nähe gehört zu unseren wesentlichen Merkmalen! Natürlich kann jede/r für sich im „stillen Kämmerlein“ zu Gott beten;

den Kontakt zu Gott kann kein Virus lahmlegen. Aber je länger die Krise andauert, desto mehr fehlen uns die Kontakte zu den Menschen,

die wir in unseren Gottesdiensten treffen. Vertraute Gesichter, Orgelmusik, Gesänge und Gebete, persönlicher Austausch und ein paar freundliche

Worte vor und nach dem Gottesdienst – wer hätte gedacht, wie kostbar das alles ist? Man merkt es erst, wenn es plötzlich fehlt.

Und auch die Treffpunkte, die Chorproben, die monatlichen gemeinsamen Nachmittage und Abende, die Besuche zum Geburtstag – all das fehlt.

Das Leben ist ein anderes geworden. Wo der Ruf nach Lockerungen laut wird, geht es vor allem um die wirtschaftliche Existenz von Menschen.

Wie lange kann man ohne Einkommen überleben? Dazu kommt die Sorge: Was wird ausder Bildung der Kinder? Was aus der persönlichen Freiheit?

Und wann können wir endlich unsere Religion wieder ausüben, so wie es sein muss? Ich verstehe, dass Gesundheit, finanzielle Sicherung und

all die anderen Dinge gegeneinander abgewogen werden müssen. Und deshalb verstehe ich auch, dass unsere Gottesdienste „noch nicht dran“ sind.

Hier stehen zumindest keinen Existenzen auf dem Spiel! Und deshalb halte ich mich an die Worte des Propheten Jeremia, der sein Volk

im Babylonischen Exil ermutigt, Geduld zu haben. Er sagt: Richtet euch ein, wo ihr seid, und seht zu, dass euer Handeln allen zum Besten dient.

Gott ist nicht fern; und er verheißt: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und

nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ Gedulden wir uns also – halten wir zusammen, beten wir für alle, die diese Krise besonders trifft.

Und vertrauen wir auf Gottes Verheißung. In diesem Sinne grüßt euch/Sie alle ganz herzlich

 

Pastorin Ulrike Sundermann

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